Widerstand und Überleben: Der 20. Deportationszug in Belgien

Plakatausstellung 26. - 27.1.2008 Bahnhofsvorplatz Köln


Die herausragende Aktion gegen Deportationszüge der Deutschen Reichsbahn, die Juden in die Vernichtungslager transportierten, fand in Boortmeerbeek (Belgien) statt. Am 19. April 1943 wurde der Zug auf dem Weg nach Auschwitz von drei Männern angehalten, ein Waggon geöffnet und so 17 Menschen die Flucht ermöglicht. Bis zur deutschen Grenze konnten sich weitere 215 Menschen selbst befreien, 119 von ihnen überlebten durch die Unterstützung der Bevölkerung in Belgien den Nazi-Terror.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Boortmeerbeek und dem Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseum in Mechelen zeigte die Initiative „Bahn erinnern“ auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs vier große Plakatwände, die an diese Widerstandsaktion erinnern.

In kurzen Beiträgen beschrieben Gäste aus Belgien und Mitglieder der Initiative den Verlauf der Aktion und gingen insbesondere auf den von der Bevölkerung breit getragenen Widerstand gegen die Judenverfolgung in Belgien ein. Deren couragiertes Eintreten für die Verfolgten rettete mehr als die Hälfte der jüdischen Bevölkerung vor der Vernichtung durch die Nazis.

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